Premiumwanderweg 12 Mainzer Köpfe

Mit zunächst anspruchsvollem Anstieg lebt der P12 von einer tollen Mischung aus natur- und kulturhistorischen Elementen, herrlichen Aussichten und einem lebendigen Relief. Die deutsch-deutsche Grenze ist mit interessanten Relikten aus DDR-Zeiten in Form einer ehemaligen „Agentenschleuse“ und einem Stück Grenzzaun am Weg gegenwärtig. Vom Weg aus entdeckt man eine ganz besondere Tier- und Pflanzenwelt und das Grüne Band Deutschland.

Namensherkunft

Seinen Namen erhielt der Premiumweg 12 von den sich über dem Werratal erhebenden Höhenzügen „Mainzer Köpfe“, die noch heute Zeugen des früheren Einflussbereiches des Erzbistums Mainz sind. Eine Reihe von Steinen mit dem eingemeißelten „Mainzer Rad“ markiert den Grenzverlauf des Kurfürstentums Mainz, dem das südliche Eichsfeld bis 1803 unterstellt war.

Geschichte des Mainzer Rades

Die Entstehung des Mainzer Rades ist nicht eindeutig geklärt, durch die Brüder Grimm ist jedoch eine spätmittelalterliche Überlieferung populär geworden: Im Jahre 1009 wurde Willegis, ein frommer und gelehrter Mann, zum Bischof von Mainz gewählt. Weil sein Vater aber nur ein einfacher armer »Wagnersmann« war, hassten ihn die adligen Stiftsgenossen und malten ihm zum pott Räder an die Wände und Türen seines Schlosses. Als der fromme Bischof das vernahm, ließ er einen Maler rufen, der ihm in alle seine Gemächer weiße Räder in rote Felder malen musste. Dazu den Reim »Willegis, Willegis, denk, woher du kommen sis«. Daher rührt, dass seit der Zeit alle Bischöfe zu Mainz weiße Räder im roten Schild führen. (Deutsche Sagen Nr. 474, das Rad im Mainzer Wappen). Das Mainzer Rad ist seit der Kurmainzischen Landesherrschaft (bis 1803) in über 270 Kommunalwappen des ehemaligen Hochstifts zu finden. Die steinernen Abbildungen auf alten Grenzsteinen haben meist nur vier Speichen.