Lebensraum „Kalk-Magerrasen Elfental“

Kalk-Magerrasen zählen zu den artenreichsten Lebensaräumen in Deutschland. Ein Kalk-Magerrasen (mager = nährstoffarm), wie dieser im Elfengrund, ist über Jahrhunderte durch eine extensive Beweidung mit Schafen entstanden und ist zu seinem Fortbestand auch weiterhin darauf angewiesen.

Nur durch die Offenhaltung aufgrund einer extensiven Nutzung (Schafbeweidung oder Mahd) können die seltenen, licht liebenden ud konkurrrenzschwachen Tier- und Pflanzenarten des Kalk-Magerasens erhalten werden.

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Tier- und Pflanzenwelt

Esparsette

Die Esparsette (Onobrychis viciifolia) ist eine der auffälligsten Pflanzenarten im Elfengrund. Typisch für trockene und warme Magerrasen, färbt sie im Frühsommer die Wiesen mit einem kräftigen Rosa.

Schafbeweidung

Ein Magerrasen (mager = nährstoffarm), wie dieser im Elfengrund, ist über Jahrhunderte durch eine extensive Beweidung mit Schafen entstanden und auch in ihrem Fortbestand weiterhin darauf angewiesen. Nur so können seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten werden.

Wacholder

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist typisch fĂĽr Kalk-Magerrasen und Heiden. Er wird aufgrund seiner Nadeln von den meisten Weidetieren gemieden.

Thymian-Widderchen

Das Thymian-Widderchen (Zygaena purpuralis) ist oft in kleinen Gruppen auf BlĂĽten zu finden. Sie bevorzugen vor allem violette BlĂĽten an sonnigen Standorten.

Feuriger Perlmutterfalter

Der Feuriger Perlmutterfalter (Argynnis adippe) ist einer von mehreren Perlmutterfalterarten im Elfengrund. Die in Hessen stark gefährdete Art kann auf Korbblütern und Disteln beim Saugen beobachtet werden.

Hain-Wachtelweizen

Der Hain-Wachtelweizen (Melampyrum nemorosum) besticht durch seinen farbenprächtigen Blütenstand. Er kann im Sommer an Wald- und Wegrändern des Elfentales beobachtet werden.

Mücken-Händelwurz

Die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) ist eine nach Vanille duftende, heimische Orchidee, welche auf kalkhaltigen Magerrasen gedeiht. Ihre Blüten haben einen langen Sporn und werden von Schmetterlingen besucht.

Schopfige Kreuzblume

Die Schopfige Kreuzblume (Polygala comosa) ist aufgrund ihrer Größe meist erst aus der Nähe zu entdecken. Sie ist auf den lückigen Bewuchs der Magerrasen im Elfental angewiesen.

Echte SchlĂĽsselblume

Bereist im April begleitet die Echte Schlüsselblume (Primula veris) den Wanderer auf dem Rundweg P5. Die Heilpflanze bevorzugt trockene und kalkhaltige Wiesen und Waldränder.

Purpur-Knabenkraut

Eine der prächtigsten Orchideen der Region ist das Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea). Die Pflanze kann 80cm hoch werden und wächst gerne an Waldrändern und in lichten Gebüschen rund um die Plesse.

Feld-Thymian

Der Feld-Thymian (Thymus pulegoides) ist kleinwüchsig und deshalb auf niedrige Vegegation angewiesen. Er riecht so gut wie der nah verwandte Gewürzthymian und ist die Futterpflanze der jungen Raupen des Quendel-Ameisenbläulings.

Quendel-Ameisenbläuling

Der Quendel-Ameisenbläuling ist der größte Bläuling und europaweit geschützt. Seine Raupen fressen zunächst Thymian, werden dann von einer bestimmten Ameisenart adoptiert und entwickeln sich in deren Nest zu erwachsenen Faltern.

Fliegenragwurz

Die Fliegenragwurz (Ophrys insectifera) ist eine hochmoderne Orchidee, die Grabwespen imitiert und deren Männchen mit einem Sexual-Duftsoff anlockt, damit ihre Blüten befruchtet werden.

Schachbrett

Das Schachbrett ist ein Tagfalter blĂĽtenreicher Magarrasen und Wiesen.

Gold-Distel

Die Gold-Distel wächst nur in beweideten, lückigen Kalk-Magerrasen