Haushaltsplan 2018 beschlossen – Steuern in Wanfried sinken

Die Wanfrieder Stadtverordnetenversammlung stimmte am vergangenen Freitag mit groĂźer Mehrheit dem Haushaltsplan und Stellenplan fĂĽr das Haushaltsjahr 2018 zu. V.L.N.R.: Erwin Neugebauer (Fraktionsvorsitzender SPD), Ilse von Scharfenberg (CDU-Fraktionsvorsitzende) mit dem beschlossenen Zahlenwerk, 1. Stadtrat Dr. Gotthard Eickhoff, BĂĽrgermeister Wilhelm Gebhard und Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass
Die Wanfrieder Stadtverordnetenversammlung stimmte am vergangenen Freitag mit groĂźer Mehrheit dem Haushaltsplan und Stellenplan fĂĽr das Haushaltsjahr 2018 zu. V.L.N.R.: Erwin Neugebauer (Fraktionsvorsitzender SPD), Ilse von Scharfenberg (CDU-Fraktionsvorsitzende) mit dem beschlossenen Zahlenwerk, 1. Stadtrat Dr. Gotthard Eickhoff, BĂĽrgermeister Wilhelm Gebhard und Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wanfried hat am Freitagabend bei nur einer Gegenstimme den Haushaltsplan und Stellenplan fĂĽr das Haushaltsjahr 2018 beschlossen. Damit entsprach das Wanfrieder Stadtparlament mit groĂźer Mehrheit der vorausgegangenen Empfehlung des Magistrats, der das Zahlenwerk bereits Ende Januar festgestellt und am 1. Februar 2018 in die politische Diskussion eingebracht hat.

Der Haushaltsplan schließt im Ergebnishaushalt mit einem ordentlichen Überschuss in Höhe von 99.000 Euro ab, bei Gesamterträgen in Höhe von 7,613 Mio. Euro und Aufwendungen in Höhe von 7,514 Mio. Euro.

Mit dem vorgelegten Haushaltsplan hat die Stadt Wanfried bereits zum 4. Mal in Folge den geforderten Haushaltsausgleich erreicht. „Erfreulich ist, dass wir nicht nur den vorgeschriebenen Haushaltsausgleich geschafft haben, sondern in den vergangenen 4 Jahren auch Überschüsse erwirtschaften konnten. Diese sind im Wesentlichen der sparsamen Haushaltsführung und der positiven konjunkturellen Gesamtsituation zu verdanken. Dadurch steigen die Zuweisungen vom Landsowie die Erträge aus der Einkommenssteuer. Auch vor Ort dürfen wir uns über deutlich gestiegene Gewerbesteuererträge freuen, wofür wir den Unternehmen, Betrieben und den Beschäftigten sehr dankbar sind,“ so Bürgermeister Wilhelm Gebhard erfreut.

Mit den Überschüssen konnten einerseits Schulden getilgt und andererseits dringend erforderliche sowie unvorhergesehene Unterhaltungsmaßnahmen umgesetzt werden. Besonders stolz zeigten sich die Gremienmitglieder, dass man die in 2015 vorgenommene drastische Steuererhöhung in einer ersten Stufe wieder senken kann, wenngleich allen Beteiligten klar ist, dass dies zunächst ein erster Schritt war. Die Mitglieder aller Fraktionen votierten demzufolge ebenfalls bei einer Gegenstimme für die eingebrachte Neufassung der Hebesatzsatzung und damit für eine Senkung der Grundsteuerhebesätze A und B um jeweils 40 Punkte sowie der Gewerbesteuer um 10 Punkte. „Damit hält die Stadt Wanfried Wort. Seinerzeit wurde zugesagt, dass man die Steuern schrittweise senken werde, sobald dies wieder vertretbar erscheint,“ so der Wanfrieder Verwaltungschef. In diesem Zusammenhang wies Gebhard auch auf die wieder eingeführte Nachteinschaltung der Straßenbeleuchtung hin, die im Zuge der Umrüstung auf die sparsame LED Technik möglich wurde. Auch dieser Schritt war von vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern nach der Nachtabschaltung im Jahr 2012 gewünscht worden.

Das Investitionsvolumen der Stadt Wanfried ist für 2018 auf einem hohen Niveau geplant. So wird fast 1 Mio. Euro in die örtliche Infrastruktur investiert. Dem gegenüber stehen Zuweisungen und Verkaufserlöse in Höhe von beinahe einer halben Millionen Euro. Für den Differenzbetrag erfolgt eine Kreditaufnahme in Höhe von 450.000 Euro, gleichzeitig wird jedoch ein Betrag in Höhe von 722.000 Euro getilgt, so dass der Gesamtschuldenstand bei den langfristigen Krediten wie in den Vorjahren weiter sinkt.

Wesentliche Investitionen im Jahr 2018 stehen bei denFreiwilligen Feuerwehren in Wanfried und Völkershausen, in der Kindertagesstätte Wanfried, bei der Kanalerneuerung im Stadtteil Aue, beim Endausbau der Straße „Am Forstamt“ und bei zahlreichen weiteren Einzelpositionen an.

Sobald der Jahresabschluss 2017 aufgestellt und geprüft ist, kann die Stadt Wanfried mit der Entlassung aus dem Schutzschirmvertrag mit dem Land Hessen rechnen. Das wird voraussichtlich im Herbst 2018 der Fall sein. Somit darf die damals gewährte Entschuldungshilfe in Höhe von 4,133 Mio. € endgültig bei der Stadt Wanfried verbleiben.

Der Gesamtschuldenstand konnte seit der Unterzeichnung des Schutzschirmvertrags im Dezember 2012 bis heute von 23 Millionen auf nunmehr 13,5 Millionen Euro gesenkt werden. „Die Stadt Wanfried ist finanzpolitisch auf einem guten und soliden Weg, den wir unbeirrt weiter gehen werden,“ so Bürgermeister Wilhelm Gebhard abschließend. Er hofft dabei weiterhin auf eine stabile Konjunkturlage und setzt auch zukünftig auf das Verständnis und die Unterstützung der Wanfrieder Bevölkerung, die den harten und steinigen Weg bislang hervorragend und vorbildlich mitgegangen ist.