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Bürgerschaftspreis 2009
Preisverleihung am Freitag, den 11. Dezember 2009 im Bürgersaal
von Michaela Schur


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Bürgermeister Wilhelm Gebhard, der erste Stadtrat Manfred Wetzer sowie Mitglieder des Magistrats, Stadtverordnetenvorsteher Frank Susebach und eine große Zahl von Stadtverordneten, die Preisträger mit Vorschlagenden, Familie und Freunden freuten sich auf einen ganz besonderen Abend im Jahr 2009- den der Verleihung des dritten Bürgerschaftspreises seit dem Jahre 2005. Nicht nur der dem Anlass entsprechend geschmackvoll von Gabriele Thomas, Theresina Albert und Elisabeth Bachmann geschmückte Saal, sondern die klassische musikalische Umrahmung durch Susanne Marz an der Geige und Herrn Schneider am E- Piano, die Vivaldi präsentierten, trugen wesentlich zur feierlichen Atmosphäre bei.

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Angesichts der angespannten finanziellen Lagen der Kommunen sei es immer wichtiger „ Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten, so Bürgermeister Gebhard in seiner Begrüßung und betonte, dass das „ größte Kapital der Kommune unsere Menschen und das Ehrenamt seien“. „ Aus diesem Grunde sind wir heute zusammen gekommen, um Menschen zu ehren, die sich in besonderer Art und Weise für die Allgemeinheit einsetzen,“ so Gebhard weiter. Zu der beachtlichen Zahl von 15 Vorschlägen musste sich die Jury Gedanken machen, die sich wie folgt zusammensetzte: für die Kirchen Pfarrer Markus Schmitt ( Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus), für die SPD Erwin Neugebauer, für das DRK Theresina Albert, für die Schulen Bärbel Speck ( GHS), für die FDP Ute Lorenz- Roth, für die CDU Björn Marz, für die Landfrauen Aue Elisabeth Bachmann, für den Partnerschaftsverein Altenburschla Frank Arnold.

Beeindruckend waren die Würdigungen, die zeigten, dass sich die Laudatoren sehr ausführlich mit den Vorgeschlagenen befassten und dies treffend und herzlich zum Ausdruck brachten. Elisabeth Bachmann würdigte Martin Herzog, der immer dann im Dorf zur Stelle ist, wenn es um die Arbeit geht. „ Kein Mann für´s Foto ist Martin Herzog, vielmehr gilt bei ihm der Satz „ Geht nicht- gibt es nicht!“ so Elisabeth Bachmann. Ob als Gerätewart des TSV oder bei Arbeiten im Dorf, immer stellt er seine Freizeit und eigene Interessen hinten an, um für die Allgemeinheit da zu sein. „ Sein größter Fehler- er kann nicht nein sagen!“ so zu hören in der Würdigung. Bürgermeister Gebhard und Stadtverordnetenvorsteher Frank Susebach überreichten Martin Herzog einen Anerkennungspreis der Stadt Wanfried. Vorgeschlagen wurde Martin Herzog vom Ortsvorsteher Herrn Schuchardt.

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„Es gibt Menschen, die beachtenswerte ehrenamtliche Leistungen erbringen, ohne dass sie immer im Blickfeld der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Im Vordergrund steht die Hilfe für einzelne Menschen, die Rat und Unterstützung benötigen. Oft geht es um Vertraulichkeit und Einfühlungsvermögen gleichermaßen, also um mitmenschliches Verhalten im besten Sinne,“ so Theresina Albert, die als Vorsitzende des DRK Wanfried weiß, wovon sie spricht, wenn sie die Laudatio für den Sozialverband VdK Vorsitzenden Wanfried und stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Gerhard Schleicher hält. Ob Informationsveranstaltungen, gemeinschaftliche Busfahrten, Kaffeefahrten oder Weihnachtsfeiern, Gerhard Schleicher zeichnet ein „hohes soziales Verantwortungsbewusstsein und ein umfangreiches mitmenschliches Wirken“ aus. Für diese Leistung wird ebenfalls der Anerkennungspreis der Stadt Wanfried verliehen. Vorgeschlagen haben ihn seine Tochter Nicole und Schwiegersohn Timo Götze.

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Als „ nie rastender Mensch“ und seine Art alle Arbeiten mit großer Begeisterung zu tun zeichnen den Vorsitzenden der IG Heldrastein, Hubert Steube aus, wie Bärbel Speck es in ihrer Würdigung herausstellt. Die großen Verdienste um den Turm der Einheit, als Motor des Premiumwanderwegs P 6 und des Naturlehrpfads auf dem Heldrastein, das Zusammenwachsen von Ost und West, sowie seine Neigung zum Sammeln historischer Gegenstände, Fotos und Ansichtskarten, finden im Heimatmuseum Heldra, sowie in einer sehenswerten Ausstellung in der erst vor kurzem stattfinden Feier zum zwanzigsten Jahr des Mauerfalls in der Treffurter Normannsteinhalle ihren Nutzen für eine breite Öffentlichkeit. Dicht gedrängt war die Ausstellung umlagert von Menschen, die sich angesichts der Fotos, Zeitungsausschnitte und der Zeitdokumente über ihre Erfahrungen austauschten. Aber noch ein ganz großes Talent stellt Hubert Steube, der erst vor kurzem seinen 65 jährigen Geburtstag feiern konnte, für Kinder-, Jugend- und Konfirmandengruppen in individuellen Führungen zur Verfügung: seine ganz spezielle Art die Geschichte und die Natur durch Erzählungen lebendig werden zu lassen. So erlebt u.a. bei den Ferienspielen, wo Hubert Steube sich mit einem Tag auf dem Heldrastein einbrachte. Überhaupt ist der sanfte Tourismus im Werratal ebenfalls zu einem seiner großen Themen geworden, das ihm einmal mehr das Prädikat „ Hubert Steube kennt doch jeder!“ einbrachte. Er gibt nie auf und sein Motto, wenn es mal wieder einen Stein aus dem Weg zu räumen gibt, könnte lauten: „ Jetzt erst recht!“ Vorgeschlagen von Frau Krepinsky erhält Hubert Steube einen Anerkennungspreis der Stadt Wanfried, darüber freuen sich mit ihm Ehefrau Roswitha, Tochter Susanne, Sohn Carsten und Enkel Steffen.

Darüber, dass „alle still gehalten haben“ freut sich Bürgermeister Gebhard vor der Verleihung der ersten Plätze und bietet den Jurymitgliedern gleich einen Wechsel ins politische Amt an. Begrüßen kann er mittlerweile den ersten Preisträger des Ehrenamtspreises 2005 der Stadt Wanfried, Walter Henze.

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Als Lehrer an der Gerhart- Hauptmann- Schule und in seiner Vereinstätigkeit im Rahmen des VfL Wanfrieds Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern und Talente zu erkennen und in geeignete Förderung zu bringen, dafür wird Rolf Schröder von Ute Lorenz Roth geehrt. Ob im Kreissport oder beim Sportabzeichen, im Schwimmbad oder im Mitternachtssport, Rolf Schröder lässt nichts unversucht Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Das bescherte der Gerhart- Hauptmann-Schule auch das Prädikat „ gesundheitsfördernde Schule, im Teilbereich Bewegung“. Der Handball und Badminton beim VfL sind mit seinem Namen verbunden, ebenso wie die Leichtathletik und die Planungen für den neuen Sportplatz. Wer kennt sie nicht, die schönen Holzarbeiten der Gerhart- Hauptmann-Schule, die zu Schulfesten oder zum Weihnachtsmarkt zusammen mit den Schülern entstehen. Für die vorbildliche Verbindung von Beruf und Ehrenamt erhält Rolf Schröder den zweiten Platz beim Bürgerschaftspreis 2009, vorgeschlagen von der Familie Gleim.

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Als „ Genussmenschen, der gerne teilt“ und andere versucht zum Engagement mitzureißen, würdigt Laudator Björn Marz Dr. Helmut Pippart, der nicht nur als Landarzt einen ausgezeichneten Ruf geniesst, sondern sich besonders in der Restaurierung alter Gebäude mit hohem Fachwissen engagiert. Unter seiner baulichen Hand entstanden der Kleegarten in Heldra, der Bahnhof in Wanfried, der Brunnen in der Marktstraße und Wappensäulen an den Einfahrt- und Ausfahrtstraßen zu neuem Leben, alle Projekte haben einen unverkennbaren Charme und sind oft Gegenstand von überregionalen Fernseh- und Radioübertragungen. Dabei steht oft der Gedanke im Vordergrund wie mit eigenen Mitteln etwas zu erreichen ist. So kam ihm die gute Idee für eines seiner momentanen Projekte, die Uraltschule, das Motto auszurufen „ Aus Tausend Euro macht mehr!“ Wie viele gute Ideen aus der Bürgerschaft hierzu umgesetzt wurde, war in der heimischen Presse nachzulesen. Die Kultur hat es ihm angetan und so ist die Scheune im Kleegarten zugleich Kulturtreffpunkt, wo zu Konzerten und Lesungen eingeladen wird. Gern lässt sich der Doktor als Küchenchef persönlich bitten die Gans fachgerecht zu tranchieren. Vorgeschlagen wurde Dr. Helmut Pippart von Hubert Steube. So schlägt er dem Publikum gleich eine neue Idee der Prämierung von fertiggestellten Projekten vor: der prozentualen Anteil soll nicht „gießkannenmäßig“ verteilt werden , sondern nur wenn etwas schön geworden ist. Dr. Helmut Pippart bedankt sich für den zweiten Preis besonders bei seiner Frau Dr. Sigrid Pippart und der Familie.

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Der erste Platz des Bürgerschaftspreises 2009 geht an Michael Bonnewitz aus Altenburschla, der für seine über 26 jährige Pflege der Partnerschaft zu Villeneuve-les-Sablons, der Partnerstadt Altenburschlas 60 km von Paris entfernt, geehrt wird ( Siehe Titelseite!). „ Freundschaft ist eine dauernde Aufgabe“ so zitiert Erwin Neugebauer Erwin Zacharias und stellt dies als Leitgedanken seiner Ehrung von Michael Bonnewitz voran. Damals sei es üblich gewesen, dass die Besuche in der Partnerschaft durch Politiker erfolgten. Als Motor der Freundschaft erwies sich der allseits geachtete Karl Montag. Unter dem Vorsitzenden Michael Bonnewitz als „ kommunalem Außenminister“ wurden Besuche geplant, organisiert und durchgeführt. „ Besonders stolz sind wir auf den Schüler- und Jugendaustausch, dessen Fahrer des Kleinbusses Du bist und mit dem es auf große Fahrt geht und das bereits seit 26 Jahren!“ so Erwin Neugebauer über die verantwortungsvolle Aufgabe. Dass über die vielen Jahre auch persönliche Freundschaft und Patenschaft zu Familien in Frankreich entstanden ist, berichtet Erwin Neugebauer. „ Du hast am Fundament für das Haus Europa und an der deutsch-französischen Freundschaft mitgebaut!“ und bedankt sich ebenfalls bei Ehefrau Doris.

Ein großer Applaus für Michael Bonnewitz und dessen ersten Platz beim Bürgerschaftspreis 2009, viele persönliche Gratulationen aus dem Publikum folgen an alle Preisträger, außer den überreichten Urkunde werden eigens liebevoll und individuell gebastelte Gutscheine von Elisabeth Bachmann und Tochter in Namen der Stadt Wanfried übergeben. Zum Abschluss der Verleihung geht Bürgermeister Gebhard nochmals auf die Auswahlkriterien des Bürgerschaftspreises ein und weist darauf hin, dass in diesem Jahr ausschließlich Männer geehrt wurden. Mit dem Dank an die Mitarbeiter des Bauhofs, an Gabriele Thomas, Theresina Albert und Elisabeth Bachmann, Susanne Marz und Herrn Schneider endet diese würdige Preisverleihung. Und wie drückte es Hubert Steube als einer der Geehrten in Vorbildfunktion für unsere Stadt Wanfried doch so rührend und authentisch aus: „ Wir machen ja weiter!“


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